Um solche Systeme zu entwickeln, arbeiten wir zunehmend auch mit Technologie und entwickeln eigene Werkzeuge, die den Designprozess unterstützen. Nicht, weil wir ein Softwareunternehmen werden wollen, sondern weil sich viele gestalterische Fragen heute besser beantworten lassen, wenn Design auch funktional gedacht wird.
Eine Entwicklung spielt dabei aktuell eine besondere Rolle: Vibe Coding. Eine neue Form des Programmierens, bei der Software nicht mehr ausschließlich von Entwicklern geschrieben wird, sondern aus präzisen Anweisungen an KI-Modelle entsteht. Statt Codezeilen zu formulieren, beschreibt man, was ein Programm tun soll, und erhält kurze Zeit später eine funktionierende Anwendung.
Der Ausdruck wurde Anfang 2025 vom KI-Forscher Andrej Karpathy geprägt. Damals wirkte das Konzept noch wie eine Mischung aus Experiment und technischer Spielerei. Doch innerhalb weniger Monate hat sich die Leistungsfähigkeit generativer Modelle massiv weiterentwickelt. Anwendungen lassen sich heute schnell prototypisch umsetzen – oft direkt aus einer Idee heraus. Für Design eröffnet das eine neue Dimension.